Reiten, Reiten, Reiten

Mit 8 Jahren hatte ich meine erste Reitstunde und ich reite immernoch. Pferde und Reiten sind inzwischen ein fester Bestandteil in meinem Leben, den ich mir nicht mehr wegdenken könnte. Warum ich beim Reiten geblieben bin, dass erfahrt ihr gleich.

Warum ich als Kind umbedingt Reiten lernen wollte, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr (vermutlich aus den gleichen Gründen wie fast jedes Mädchen in dem Alter), aber ich wollte es und mit 8 Jahren hatte ich dann endlich meine erste Reitstunde. Damals in einem Stall bei uns im Ort mit einer sehr netten Reitlehrerin mit dem damals für Reitbetriebe üblichen Konzept – aber dazu vielleicht an anderes mal mehr – nämlich dass man zur seiner Reitstunde kommt und danach auch wieder geht, wenn man Glück hat, dann hat man die Chance sein Pferd vor dem Reiten zu putzen oder nach dem Reiten zu versorgen, aber das war eher selten der Fall.

In meinen ersten 2,5 Jahren bin ich etwa 12 mal vom Pferd gefallen, hatte bei manchen Pferden auch ein Stück weit Angst vor dem Reiten, weil das Risiko nochmals runterzufallen ziemlich hoch war. Mit dem Gedanken gespielt dort aufzuhören, habe ich allerdings nie. Stattdessen habe ich weiter gemacht, auch das ein oder andere Mal den Reitstall gewechselt, bis ich schließlich einen gefunden habe, auf dem ich mich wie Zuhause gefühlt habe. Es war nicht nur der typische Ablauf, kommen – reiten – gehen, sondern man hatte die Möglichkeit den ganzen Mittag mit den Pferden zu verbringen. Man konnte helfen die Pferde zu versorgen oder bei den anderen Reitstunden beim Führen helfen. Gerade in der Anfangszeit habe ich sehr viel über Pferdeverhalten und den Umgang mit den Pferden gelernt, was ich noch nicht wusste, mir aber definitiv auch einiges erleichtert hat.

Dort habe ich mich auch Hals über Kopf in ein kleines Pony verliebt. Ein Dülmener-Shetty-Mix, etwa 1,20 groß, flauschig und sehr gut genährt. Ein sehr freches Kerlchen von dem man viel lernen konnte, sowohl vom Boden als auch vom Sattel aus. Bis dann der traurige Tag kam, an dem ich zu groß für ihn geworden bin, hatten wir unglaublich viele tolle Reitstunden und Ausritte gemeinsam und auch heute nehme ich mir immer wieder noch die Zeit mit ihm spazieren zu gehen oder Bodenarbeit zu machen. Die Liebe zu ihm ist trotz meines Wachstumsschub mit etwa 14 Jahren nicht erloschen.

Der Hof auf dem er steht, ist in den letzten Jahren mein zweites Zuhause geworden und meine Mama nennt die Reitlehrerin dort inzwischen auch „Ersatzmama“. Was das Reiten betrifft hätte mir nichts besseres passieren können, als dass ich mit etwa 12 Jahren angefangen habe dort Reitstunden zu nehmen. In dem Alter in dem viele das Reiten aufhören und andere Hobbys anfangen, bin ich nur noch immer mehr und mehr auf dem Hof gewesen, gar nicht nur zum Reiten, sondern auch um im Stall zu helfen und einfach Zeit mit den Pferden zu verbringen. Wenn die Mittagsschule mal ausgefallen ist, dann war das meine größte Freude, weil dann konnte ich stattdessen in den Stall. Auf die Idee daheim zu bleiben und fern zu schauen bin ich damals nur bei wirklich sehr schlechtem Wetter gekommen.

Wenn es einen entscheidenenden Grund gibt, warum ich nicht wie viele mit 15, 16 mit dem Reiten aufgehört habe, dann ist es dieser Hof, mit samt seinen Besitzern und seinen Pferden und auch den anderen Reitschüler und natürlich dem kleinen Pony. Ich habe wirklich viele sehr schöne Stunden dort verbraucht, viel gelernt und viele Erfahrungen gesammelt. Natürlich gab es auch mal Zeiten in denen es schwerer war, gerade die Zeit als ich für das Pony zu groß wurde, aber mit dem Gedanken gespielt aufzuhören habe ich nie, zumindest nicht ernsthaft.

Ich bin sehr dankbar für die vielen schönen Stunden die ich dort verbringen durfte und noch verbringen werde und auch für alles was ich dort gelernt habe und was ich alles noch lernen werde. Deswegen viel es mir letztes Jahr auch sehr schwer, mich dazu entscheiden nach dem Abitur ein Jahr weg zu gehen, auch wenn ich nie wirklich weg war, da ich regelmäßig frei hatte und nach Hause gehen konnte. Und obwohl ich wirklich auch ein sehr tolles Jahr hatte, freue ich mich darauf wieder nach Hause zu kommen und ganz viele weitere Stunden dort zu verbringen. Was meine reiterliche Entwicklung betrifft bin ich dort in der entscheidenden Phase sehr positiv geprägt worden und habe viele Werte übernommen, die dort vermittelt werden, wie zum Beispiel eine artgerechte Pferdehaltung auch ein freundlicher Umgang mit den Pferden, genauso wie pferdeorientiertes Reiten.

Mit ziemlicher Sicherheit, nein mit 100% Sicherheit, kann ich heute sagen, dass mir damals nichts besseres passieren hätte können, als die Entscheidung meiner Mama mich nur noch auf einem Reiterhof reiten zu lassen mit Reitlehrerin die mindestens den Trainer C, noch besser den Trainer B hat. Dadurch haben wir uns den Hof nämlich angeschaut, ich habe eine Schnupperreitstunde genommen und beschlossen dort möchte ich reiten. Es war definitiv die richtige Entscheidung. Hier auch noch ein herzliches Dankeschön an meine Mama, die mich immer unterstützt hat und mich immer ermutigt hat und mir das alles erst ermöglicht hat.

In ♥ Uhlalalaura

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